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Günter Maier

Software Entwickler

Hinter jedem der unten gelisteten Projekte steckt eine Menge Herzblut und vor allem mein ganz eigener Crashkurs in Sachen Projektmanagement. Sie waren für mich die beste Schule, um zu lernen, wie man Ideen wirklich auf die Straße bringt.
Von der ersten Idee über die Planung des Tech-Stacks bis hin zum Deployment:
Jedes Projekt, egal ob online oder offline, hat mich gelehrt, wie man Projekte strukturiert, Prioritäten setzt und ganz wichtig, wie man dranbleibt, wenn es mal knifflig wird. Schau dich gerne um, jedes Projekt erzählt ein Stück meiner Reise als Entwickler :)


Ab 1998
Event

Wie alles begann

Meine Reise durch das World Wide Web begann bereits 1998, einer Zeit, in der das Internet noch nach Einwahlgeräuschen klang und der Internet Explorer noch für Abenteuer stand. Mit MS FrontPage und Adobe Dreamweaver habe ich die ersten digitalen Gehversuche für kleinere Betriebe gewagt. Aus heutiger Sicht waren diese Tabellen-Layouts vielleicht etwas holprig, aber damals war es pure Magie. 😉

2002

McConfix

Als statisches HTML an seine Grenzen stieß, fing der Spaß für mich erst richtig an. Aus der Neugier auf PHP und MySQL wurde schnell das Ziel, die volle Kontrolle über den Code zu haben. Das Ergebnis? Ein eigenes kleines CMS, das über Jahre hinweg als SaaS-Lösung hunderte Kunden glücklich gemacht hat. Ob eigene Theme-Engine, eigene Rechte- & Rollenverwaltung oder der Einsatz von WYSIWYG Editoren, diese Technologien haben mir gezeigt, worauf es bei echten Kundenprojekten ankommt. Perfekt, um Kundenanforderungen individuell und effizient umzusetzen.

2004
Event

Bayern-am-Feiern.de

Gemeinsam mit meiner damaligen Freundin (heute meiner Frau) und einem Freund haben wir das soziale Netzwerk Bayern-am-Feiern.de gegründet. Eine Party-Community von 2004 - 2008 mit Eventkalender, Partybildern, Usercards, Forum, Chat und Gästebüchern, alles, was damals eben richtig fancy war. Es gab ein eigenes Backend für unsere Partyfotografen, damit die Bilder vom Abend direkt online gehen und geliked werden konnten. In der Hochphase zählten wir rund 10.000 aktive Nutzer im Landkreis FRG und PA. Der Todesstoß kam dann 2008 mit Facebook 😉

2005

Abschluss Ausbildung

Kurz und knapp. 2005 habe ich meine Ausbildung als Fachinformatiker mit Fokus auf Anwendungsentwicklung erfolgreich abgeschlossen. Meine Ausbildung war der Startschuss, aber meine wahre Qualifikation ist die Freude am Bauen. Ich glaube fest daran, dass ein brennendes Interesse an guter Software eine gewisse Passion sowie die Freude am Coden mehr Wert ist als jedes gerahmte Zertifikat an der Wand.

2005

Hewlett Packard

Von 2005 bis 2013 war ich als Webentwickler bei HP Teil eines tollen Teams, das die weltweite Infrastruktur von Fotokiosken, beispielsweise für Walmart USA, verantwortete. Mein Fokus lag dabei auf der Backoffice-Logik mit PHP, MySQL und JavaScript. In dieser Zeit habe ich die Arbeit in agilen Scrum-Strukturen schätzen gelernt und war immer im engen Austausch mit einem 20 köpfigen QA-Team, das jede Zeile Code auf Herz und Nieren prüfte. Über die reine Webentwicklung hinaus sammelte ich wertvolle Erfahrungen mit C# für die Kiosk-Terminals und begleitete den Prozess des Client-Setups via USB-Medien.

2007
Event

Rock the Region

2007 entwickelte ich ein webbasiertes Musikportal, auf dem lokale Bands eigene Songs hochladen konnten. Besucher konnten die Titel über ein Bewertungssystem bewerten, wobei Mehrfach- und Doppelbewertungen technisch verhindert wurden. Auf Basis der Bewertungen wurden die Top-14-Songs automatisch ermittelt und anschließend als physische Musik-CD produziert. Die Top-3-Bands traten bei einem Benefizkonzert auf. Alle Einnahmen des Projekts flossen an eine gemeinnützige Organisation.

2008

Blitzalarm.de

Lange bevor das Smartphone die Welt regierte und Apps noch Zukunftsmusik waren, habe ich mit Blitzalarm.de ein kleines Webbasiertes Warn-Netzwerk aufgebaut inklusive optionaler Windows Mobile App. 2008 war meine Welt noch 160 Zeichen lang. Für Blitzalarm.de habe ich ein System entwickelt, das Blitzer-Meldungen per SMS entgegennahm, serverseitig validierte und passgenau wieder an tausende von Usern ausspuckte. Blitzalarm.de war eine webbasierte Community mit rund 20.000 registrierten Nutzern. Der Schwerpunkt lag auf einer stabilen Backend-Architektur, der Anbindung von SMS-Gateways sowie einer skalierbaren Benutzer- und Regionsverwaltung.

2010
Event

Hausbau

2010 ein bewusst analoges Projekt, mit digitalem Touch: Beim Bau unseres eigenen Hauses habe ich zur Koordination der beteiligten Dienstleister eine zentrale, webbasierte Übersichtsseite entwickelt. Über diese Plattform konnten alle Gewerke relevante und vor allem immer aktuelle Informationen wie Anfahrtspläne, Haus- und Baupläne sowie Kontaktdaten jederzeit abrufen, anstelle zahlreicher E-Mails mit großen Datenmengen. Das Ergebnis war eine einfachere Kommunikation, weniger Redundanz und eine klar strukturierte Informationsverteilung, auch außerhalb klassischer IT-Projekte.

2013

mymuesli

2013 wechselte ich von HP zu mymuesli. Dort arbeitete ich zunächst in einem großartigen Team als Full-Stack-Entwickler im Frontend- als auch den Backend-Bereich der mymuesli-Website. Mit der Zeit kamen weitere Schwerpunkte hinzu, darunter die Entwicklung und Betreuung individuell programmierter Anwendungen in den Bereichen Logistik, Produktion, die Anbindung des Shops an unser ERP-System sowie wie Umstellung auf Shopify. Parallel führte ich Scrum im Team ein und übernahm die Rolle des Scrum Masters. Heute bin ich bei mymuesli als technischer Projektleiter und Head of Application Development tätig.

2013

Hochzeitsfotos

Als 2013 die Fotografin auf unserer Hochzeit abends Feierabend machte, habe ich die Kamera-Arbeit an die Gäste ausgelagert: Ich hatte auf den Tischen QR-Codes verteilt, die zu einem selbstgebauten Upload-Formular führten. So konnten alle ihre Schnappschüsse und optionale Grußbotschaften direkt vom Handy hochladen, ganz ohne App-Zwang oder nervigen Login. Am nächsten Tag konnten Steffi und ich die Party nochmal aus zig verschiedenen Perspektiven erleben. Ein schönes Beispiel dafür, dass man selbst den ‚schönsten Tag im Leben, mit ein paar Zeilen Code noch ein kleines bisschen nerdiger machen kann. 😉

2015

Randomizr

Um das tägliche 'Münzwurf-Chaos' am mymuesli-Kicker final zu beenden, haben wir in der mymuesli IT die WebApp Randomizr auf PHP und MySQL-Basis entwickelt. Kernstück war eine Logik für faire Team-Auslosungen, damit auch Neulinge gegen Kicker-Veteranen eine echte Chance hatten. Für die perfekte Bedinung haben wir den Tisch mit Bluetooth-Buttons ausgestattet, die per HTTP-Request so angebunden wurden, dass ein Klick ein Tor und ein Doppelklick ein Eigentor verbuchte. Richtig nerdig wurde es bei den Statistiken: Die Software trackte alles, vom monatlichen Torschützenkönig bis hin zum Eigentor-König. Wir haben sogar berechnet, welche Team-Paarungen historisch gesehen die besten Gewinnchancen hatten.
Wir haben die Standard-Männchen gegen 3D-gedruckte Minis von uns selbst getauscht und durch das Hochladen individueller Victory-GIFs erhielt jeder Spieler und jede Spielerin eine eigene digitale „Bühne“ auf dem iPad direkt am Kicker, sobald ein Tor per Bluetooth-Button gemeldet wurde.
Das gesamte System ist browserbasiert und für die Nutzung am iPad direkt am Kicker optimiert.

2016
Event

Fork 1.0

Fork 1.0 (a.k.a. Linda 😊) In diesem Jahr wurde meine Tochter geboren, ein ganz besonderer Release mit dauerhaftem Support. Seitdem kamen zahlreiche neue Aufgaben, Herausforderungen und Lernkurven hinzu, die kontinuierlich neue Perspektiven eröffnen und persönliche Weiterentwicklung fördern.

2017

Kochbuch & Einkaufen

Weil ich nicht einsehe, für digitale Rezepte monatlich mehr zu zahlen als für die Zutaten selbst, habe ich meine eigene Kochbuch-App gebaut.
Aber statt nur Rezepte zu speichern, löst die App auch das Problem des 'Was essen wir die Woche'.
Ein Algorithmus plant unsere Woche so ausgewogen, dass Fisch, Fleisch und Gemüse in einer guten Rotation landen,
natürlich mit der Option gezielt noch Gerichte zu tauschen oder zu pausieren 😉
Mein Lieblingsfeature ist jedoch die Optimierung meines Zeitmanagements.
Die App generiert eine Einkaufsliste, die genau nach der Regal-Anordnung meines Stamm-Supermarkts sortiert ist.
So minimiere ich die Laufwege im Laden und maximiere die Zeit für wichtigere Dinge, zum Beispiel das Essen. :D

2018

Smarthome

Alles begann mit der Faszination für Sensoren, Aktoren und automatisierte Workflows und endete in tiefer Frustration über eine Hersteller App, die sich anfühlte wie Internet über ein 56k-Modem. Weil „Warten“ nicht zu meinen Kernkompetenzen gehört, habe ich die Entwickler so lange genervt, bis ich den API-Zugang bekam. Das Ergebnis: Ein Eigenbau-Interface gehostet auf meinem Synology NAS basierend auf Bootstrap und PHP. Kein Schnickschnack und gewinnt auch keinen Schönheitspreis ist dafür aber blitzschnell und auch von unterwegs per VPN auf dem Smartphone und der Smartwatch erreichbar. Es ist vielleicht nur ein kleines Tool, aber für mich ein riesiger Sprung für meinen Komfort zu Hause.

2019

Webstandl.de

Reaktion auf die Corona-Pandemie: Als die lokalen Märkte schlossen, habe ich die Tastatur geschwungen: Gemeinsam mit meiner Frau entstand Webstandl.de. Ich habe die technische Architektur übernommen, damit Händler ihre Waren digital präsentieren und Kunden kontaktlos reservieren und abholen konnten. Das Projekt war eine wilde Mischung aus Konzeption, Backend-Logik für Angebotsverwaltung, Reservierung, Zeitfenster für Anlieferung und Abholung sowie der gesamten technischen Infrastruktur. Alles mit dem Ziel, den lokalen Handel am Leben zu erhalten. Ein echtes Herzensprojekt von 2019-2022, bei dem ich gelernt habe, dass Code die Welt ein kleines bisschen besser (und weihnachtlicher) machen kann.

2020
Event

Fork 2.0

Fork 2.0 (a.k.a. Johannes 😊) Mit der Geburt unseres Sohnes startete das nächste große Projekt. Auch dieses Projekt bringt täglich neue Anforderungen, unerwartete Edge Cases und jede Menge Lernmöglichkeiten mit sich :)

2020

Kibaza.de

Kibaza ist eine webbasierte Plattform zur digitalen Organisation von Kinder- und Vereinsbasaren, die als Weiterentwicklung aus dem Corona-Projekt Webstandl.de entstanden ist. Ausgangspunkt war die Notwendigkeit, klassische Präsenzformate während der Pandemie kontaktarm und planbar abzubilden. Verkäuferinnen können ihre Artikel mobil über das Smartphone erfassen, während Käuferinnen diese innerhalb eines definierten Zeitraums online reservieren. Der eigentliche Verkauf, die Waren- und Geldübergabe erfolgen weiterhin offline vor Ort – Kibaza fungiert bewusst nicht als Onlineshop, sondern als digitales Schaufenster und Prozesssteuerung. Technisch bildet Kibaza den gesamten Basarprozess ab: zeitgesteuerte Phasen (Einstellen, Reservieren, Anlieferung, Abholung, Abrechnung), automatische Nummern- und Etikettengenerierung, Rollen- und Rechtesystem (Administratoren, Organisatoren, Helfer), Statistiken, Forecasts und Exporte sowie die Nutzung beliebiger Endgeräte an Anliefer- und Abholstationen. Ziel war eine deutliche Reduktion des organisatorischen Aufwands und eine skalierbare, wiederverwendbare Lösung für Veranstalter. Kibaza ist bislang mein größtes privates Projekt und wird deutschlandweit eingesetzt. Die Plattform verarbeitet Millionen von Artikeln und Bildern, was neue technische Herausforderungen mit sich bringt, insbesondere in den Bereichen Skalierbarkeit, Performance, Deployment, Git sowie Backup- und Ausfallsicherheitsstrategien.

2022

Gebärden Reverse-Suche

Da Johannes anfangs nur über Gebärden kommunizieren konnte, standen wir vor einer Herausforderung. Während wir als Familie ihn perfekt verstanden, war die Sprachbarriere für Bekannte und im Kindergarten oft groß. Kommerzielle Apps waren für uns keine Lösung, sie sind meist teuer, an Abos gebunden und vor allem viel zu starr. Sie kennen zwar die Standard-Gebärden, aber nicht die ganz eigenen Zeichen, die Johannes sich selbst ausgedacht hat und die für seinen Alltag essenziell sind. Ich wollte eine Lösung ohne große Hürden: Kein App-Store, kein Account, kein langes Suchen und keine Kosten. Also habe ich eine kleine Web-App gebaut, die genau das bietet. Ein Scan eines QR-Codes am Rucksack öffnet sofort die Seite. Dort findet man kurze 5-Sekunden-Clips, in denen Johannes die Gebärde selbst vormacht. Besonders hilfreich im Alltag ist die „Reverse-Suche“: Wenn man sieht, dass Johannes sich zum Beispiel ans Kinn fasst, tippt man einfach „Kinn“ ein und bekommt sofort die passende Bedeutung samt Video angezeigt. Es ist vielleicht nicht mein technisch komplexestes Projekt, aber es ist das, welches mir am deutlichsten gezeigt hat, worauf es bei Software ankommt: Sie muss schnell helfen, intuitiv und hürdenfrei bedienbar sein und einfach funktionieren.